
Die Kriminalgeschichte wurde in Deutschland – im Gegensatz zu Frankreich und England – in der Historischen Forschung zunächst nicht ausgewiesen, konnte sich aber seit den 1980er Jahren als Zweig der Historischen Konfliktforschung etablieren. Älteren Ursprungs sind einzelne Bereiche, wie die Hexenforschung und die normative Rechtsgeschichte. 1992 belegte Gerd Schwerhoff als Doyen der Kriminalitätsgeschichte auch für Deutschland eine verstärkte Hinwendung zur Kriminalgeschichte, und 1996 fasste Joachim Eibach von der Universität Bern den Stand der Forschung erstmals für die Historische Zeitschrift zusammen.
Die hier gesammelten Beiträge wollen aus dem großen Forschungsprogramm für Franken einen kleinen Ausschnitt präsentieren und zugleich auf das international renommierte Mittelalterliche Kriminalmuseum im fränkischen Rothenburg ob der Tauber verweisen.
Prof. Dr. phil. Wolfgang Wüst, geb. 1953, studierte Geschichte und Anglistik an den Universitäten Augsburg und Edinburgh/GB und war von 2000 bis 2019 Lehrstuhlinhaber für Bayerische und Fränkische Landesgeschichte an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg; seit 2019 Vorsitzender der Fränkischen Arbeitsgemeinschaft e.V.
Sabine Wüst studierte Geschichte mit dem Schwerpunkt Landesgeschichte an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.
Dr. iur. Markus Hirte, LL:M, geb. 1977, studierte an der Universität Jena Jura und promovierte im Mittelalterlichen Kirchenstrafrecht; seit 2013 Geschäftsführender Direktor des Mittelalterlichen Kriminalmuseums in Rothenburg o.d. Tauber.
Herausgeber: Fränkische Arbeitsgemeinschaft e.V.
Bestellungen bitte bei EOS- Verlag:
https://eos-verlag.net/Kriminalitaetsgeschichte-Tatort-Franken