Die Jahreshauptversammlung der Fränkischen Arbeitsgemeinschaft am 14. März 2017 bot Gelegenheit zu Rückblick, fachlichem Austausch und Würdigung langjährigen Engagements. Vertreter aus Politik, Wissenschaft und der fränkischen Regionalarbeit kamen zusammen, um aktuelle Themen der Vereinsarbeit zu besprechen und gemeinsam auf die Geschichte und Kultur Frankens zu blicken.
Der 2. Bürgermeister der Stadt Nürnberg, Christian Vogel, richtete ein Grußwort an die Teilnehmer. Einen wissenschaftlichen Akzent setzte Prof. Dr. Wolfgang Wüst vom Lehrstuhl für Bayerische und Fränkische Landesgeschichte der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg mit seinem Vortrag „Der Fränkische Reichskreis – ein europäisches Regionalmodell?“, in dem er historische Strukturen Frankens in einen größeren europäischen Kontext einordnete.
Ein besonderer Moment der Versammlung war die Ehrung des langjährigen Schatzmeisters Michael Böhm. Nach 14 Jahren Tätigkeit für die Finanzen der FAG dankte ihm der Vorsitzende Harry Scheuenstuhl, MdL, für sein Engagement und verabschiedete ihn mit einem Präsent. Zudem stellte Dr. Manfred Scholz einen umfangreichen Antrag zur Anerkennung der fränkischen Kärwa als immaterielles Kulturgut vor. Die Veranstaltung vereinte damit historische Perspektiven, aktuelle kulturpolitische Anliegen und persönliche Anerkennung innerhalb der fränkischen Gemeinschaft.
Von links der ehemalige 3. Vorsitzende und aktuell Beisitzer Dr. Manfred Scholz, mit seiner Abhandlung "1500 Jahre Geschichte Frankens", der ehemalige Schatzmeister Michael Böhm, Vorsitzender Harry Scheuenstuhl, MdL, Schriftführer Klaus Forster, der frühere Vorsitzende und nunmehr Beisitzer Dr. Helmut Ritzer, Landtagsvizepräsident a.D.